Jungfischer-Konzept zeigt Wirkung

Jahresbilanz 2006 fällt positiv aus

Metelen – „Es war insgesamt ein ruhiges Jahr für den Verein“, zog Kurt Rave, Gewässerwart des Angelsportvereins (ASV), Bilanz vom Anglerjahr 2006. Ganz zur Freude der mehr als hundert Angelsportler, die sich zur Generalversammlung in der Gaststätte Lampen Pieper eingefunden hatten. Acht Arbeitseinsätze standen im vergangenen Jahr auf dem Terminplan der Angler, für die insgesamt 120 Sportfischer mehr als 800 Stunden ihrer Freizeit investierten, um auch weiterhin das ökologische Gleichgewicht der Metelener Gewässer zu erhalten. Jedoch sei die Beteiligung der Mitglieder bei den Arbeitseinsätzen in der Angelsaison 2007 durchaus noch steigerbar, bemerkte Rave. Denn immerhin müssten immer noch Teile der Sturmschäden beseitigt werden. Damit in Zukunft der Wurm am Haken weiterhin schuppige Gesellschaft unter Wasser bekommt, wurde ein neuer Fischbesatz in Höhe von 3000 Euro in die Vereinsgewässer eingesetzt.
„Die Bilanz der Jungfischer ist durchweg positiv“, konnte Jugendwart Oliver Ewering den Seniorenfischern stolz verkünden. Nicht nur eine reguläre Teilnahme an den verschiedensten Aktionen des Vereins sei zu verzeichnen, sondern auch eine erfolgreiche Prüfungsbilanz von 22 bestandenen Sportfischereischeinprüfungen. Und der Gewinn von elf neuen Mitgliedern für die Jugendgruppe sei ein weiteres Indiz dafür, dass das Vereinskonzept für Jungfischer seine Wirkung nicht verfehlte.
„Die Vechte verbindet uns alle“, berichtete Daniel Woltering, der zweite Vorsitzende des ASV Metelen, über seine Treffen mit den Vertretern der regionalen Fischereiverbände aus Niedersachsen und den Niederlanden. „Vielleicht können wir ein kleines Wochenend-Zeltlager organisieren“, erläuterte Woltering seine Pläne zum Treffen der Anglergemeinschaft Westmünsterland am Dortmund-Ems-Kanal. Er will auch die Angelfreunde aus der französischen Partnergemeinde Chateaurenard einladen.
Ein neues Design und ein überarbeitetes Layout seien nach viel Programmierarbeit auf der Vereinshomepage zu sehen, so Daniel Woltering, der dafür Florian Klockenkemper und Margret Sprickmann-Kerkering ehrte. >> www. asv-metelen.de
Quelle: Münstersche Zeitung/Fabian Schöpke

Drei Fragen an…

…Bürgermeister Helmut Brüning.

Glauben sie nicht, dass Angelsportverein und Blasorchester sich mit ihrem Ziel eines gemeinsamen Vereinsheims finanziell überschätzen?
Brüning: Nein, ich erwarte keine großen Finanztransaktionen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass beide Vereine die Kraft haben, um solch ein Projekt gemeinsam zu realisieren.

Im Moment überwiegen die positiven Stimmen für das Projekt. Haben sie keine Befürchtungen, dass die Gegner nicht auf einen schwachen Moment der Vereine warten?
Brüning: Überhaupt nicht! Die politischen Fraktionen sind dem Projekt alle positiv gesonnen, weil sie seit Beginn der Planungen von den Vorständen mit einbezogen wurden. Es herrscht eine außergewöhnliche Einheit zwischen den Parteien, wobei die Gegner eher zu Vorsicht mahnen, als eine strikte Ablehnung des Projekts anstreben.

Sehen sie in der Zusammenarbeit der beiden Vereine ein Zukunftsmodell?
Brüning: Das kann einen bestimmten, neuen Arbeitstyp ergeben mit neuem Engagement. Getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark.

Quelle: Münstersche Zeitung/Fabian Schöpke

Vereinsheim Walkenmühle?

ASV-Mitglieder diskutieren ein gemeinsames Projekt mit dem Blasorchester

Metelen – „Und nun der Tagesordnungspunkt, der mir besonders am Herzen liegt“, eröffnet Erwin Rießle, Vorsitzender des Angelsportvereins, die Diskussion über ein Vereinsheim im Zusammenschluss mit dem Blasorchester.
Spieker, Waldsee oder Blaue Halle: Die Anzahl der in der Vergangenheit als Vereinsheime in Betracht gezogenen Objekte und Gelände sei schier endlos, so Rießle. Zwar hätten die Angelsportler einen Vereinsraum in der ÖBS, jedoch platze dieser aus allen Nähten und sei für viele ältere Angler und Rollstuhlfahrer kaum erreichbar. Mit Hilfe einer PowerPoint-Präsention erläuterte Rießle Bürgermeister Helmut Brüning die Vorstellungen des Vorstandes.
Demnach wird in Zusammenarbeit mit dem Blasorchester auf dem Gelände der Droste-Hülshoff Hauptschule (DHS) im Gegenzug zur Schließung eines bis jetzt vom Orchester belegten Gebäudetraktes ein gemeinsames Vereinsheim errichtet. Dies könnte in Zukunft von den Angelsportlern für Fortbildungen, Versammlungen und zur Förderung der Jugendarbeit genutzt werden. „Immerhin vertreten wir damit die Interessen von 500 Metelenern und bieten 200 Jugendlichen neue Freizeitmöglichkeiten“, sagte Erwin Rießle. Weitere Argumente seien die reduzierten Investitionskosten, die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und die gute Auslastung des Gebäudes. „Wir brauchen jedoch auch die Unterstützung der Gemeinde, um dieses Projekt zu realisieren“, wandte sich Rießle an Bürgermeister Helmut Brüning. Von ihm erhofft er sich eine Anbindung an das DHS-Ver- und Entsorgungssystem sowie Unterstützung zur Abwicklung der behördlichen Genehmigungen. „Die Fraktionen suchen schon jetzt Wege, um das Projekt zu realisieren“, unterstrich Brüning. Er verwies auf die Standortqualitäten der Droste-Hülshoff-Hauptschule durch die schon vorhandene Infrastruktur. Ein weiterer Vorteil des Standorts Walkenmühle ist für die Angler die Nähe zum Vereinsgewässer Vechte.
„Gemeinsam werden wir es schaffen“, bedankte sich Rießle bei den Vereinsmitgliedern, die ihn aufforderten, auf einer Generalversammlung konkrete Pläne zu Räumen und Kosten vorzustellen.
Quelle: Münstersche Zeitung/Fabian Schöpke