Gepanzerter Gesundspolizist in der Vechte

Edelkrebs wieder angesiedelt
Es gibt wieder Edelkrebse in der Vechte: In der ersten Junihälfte wurden von den Gewässerwarten der ESM-Vechtegemeinschaft nach langwierigen Gewässeruntersuchungen durch Fischereibiologen des Landesfischereiverbandes Westfalen-Lippe in der Vechte an mehreren Stellen Edelkrebse ausgesetzt. Allein der ASV Eggerode setzte an die dreißig Tiere aus. Erst in drei Jahren wird man einen Erfolg feststellen können – wenn die Tiere sich vermehrt haben.
Unter den Flusskrebsarten Europas nahm der Edelkrebs, auch Europäischer Flusskrebs genannt, früher aufgrund seiner Größe, des häufigen Vorkommens und der fischereilichen Bedeutung eine herausragende Stellung ein. Die unermesslichen Edelkrebsbestände vergangener Jahrhunderte verschwanden aber nach und nach durch Gewässerverschmutzungen, Ausbaumaßnahmen und die Krebspest. Verantwortlich für die Krebspest ist der Pilz Aphanomyces astaci.
Als Allesfresser gilt der Edelkrebs als die Gesundheitspolizei des Wassers, weil er aufräumt und vertilgt, was sonst faulen würde. Algen gehören zu seiner Leibspeise, dazu Schnecken, Würmer und auch Plankton. Somit trägt der Edelkrebs auch zur Verbesserung der Wasserqualität bei.
In Westfalen und Lippe wird mit dem Artenschutzprojekt Edelkrebs, einer mehrjährigen Maßnahme des Landesfischereiverbandes, die aus Mitteln der Fischereiabgabe gefördert wird, ein Beitrag zum Überleben der Art geleistet.
Quelle: Münstersche Zeitung/Johann Bar/ASV Eggerode

Freundschaftsangeln der Jugendlichen aus Alstätte und Metelen

Am vergangenen Samstag, 14.06.08, stand für die Jungangler des ASV Metelen ein Auswärtsangeln auf dem Plan. Zunächst ging es für die Jugendlichen des ASV mit dem Pkw nach Alstätte, ehe die Angeln ausgeworfen werden konnten. Vorausgegangen war eine Einladung des ASV Alstätte zu einem Freundschaftsangeln. „Seit unserem Zeltlager im Jahr 2006, das wir an einem See in Alstätte durchführen durften, besteht eine Freundschaft zwischen beiden Jugendgruppen“, berichtet Jugendwart Matthias Schaar. „Im vergangenen Jahr haben wir den ASV Alstätte zu einem Forellenangeln eingeladen, heute sind wir die Gäste“, so Schaar weiter. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass die Metelener Jugend schon nach kurzer Zeit an dem bekannten Gewässer Fische anlanden konnte. Andre Schaar gelang sogar der Fang eines stattlichen Brachsens von 2 kg. Die Jugendlichen aus Alstätte nutzten allerdings ihren Heimvorteil und hatten am Ende die Nase knapp vorn. Das tat der Stimmung unter den Anwesenden jedoch keinen Abbruch. Beim anschließenden gemeinsamen Grillen wurde die Freundschaft weiter gepflegt und von den Metelenern wurde ein Gastgeschenk an den Ausrichter übergeben.
Nach diesem gelungenen Ausflug freuen sich die Metelener Jugendlichen schon auf das nächste Jahr. „Wir werden unsere Freunde aus Alstätte dann wieder an ein Gewässer in Metelen einladen“, gibt Dennis Faber schon mal einen Ausblick auf den Terminkalender für das Jahr 2009.
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Jugendvergleichsangeln in Metelen

Marius fängt den ersten Fisch

„Bei uns angeln die Jugendlichen alle nur mit einer Rute“, erklärte Markus Rose, Gewässerwart des Angelsportvereins Eggerode. Das hob nicht nur die Wettkampfmoral, sondern macht es auch noch um ein vielfaches spannender.
Gelangweilte Gesichter sah niemand beim traditionellen Jugendvergleichsangeln der Metelener, Eggeroder und Schöppinger Angelsportvereine am Samstagnachmittag. Seit über 25 Jahren richten die drei befreundeten Vereine das Angeln aus. „Es ist richtig klasse, dass wir auch mal gegeneinander antreten können“, erklärte Marius Klockenkemper, der mit seiner Rotfeder den ersten Fisch des Tages aus der Vechte zog. „Zwar müssen wir dieses Jahr das Angeln ausrichten, aber wir nutzen dafür immer ein Gewässer der Metelener, da wir für die Masse an Sportlern kein adäquates Gewässer haben“, so Rose.
Immerhin musste rund 40 Jugendlichen ein Platz zugewiesen werden. Die Angler verwahrten die Tiere in großen Setzkeschern, um sie nach dem Wiegen wieder ins Wasser zurück zu setzen. Gewonnen hatten nach drei Stunden Wettkampf die Metelener mit 24 Fischen.
„Es zählt das Gesamtgewicht aller gefangenen Fische“, erläuterte Markus Rose.
Quelle: Münstersche Zeitung/Fabian Schöppke